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Schenderklenga-Narr
Auf der noch heute bekannten Schinderklinge (im Schwäbischen: „Schenderklenga“) in der Gemarkung Renningen befand sich eine der vier historisch nachgewiesenen Burgen. Diese wurde ca. im 9. Jahrhundert erbaut. Im Jahre 1362 wurde sie vom damaligen Burgbesitzer, zur öffentlichen Bewirtschaftung und vermutlich aus Geldknappheit verkauft.
(Dokumentarisch belegt im Landesarchiv) Der Burggraben ist heute noch ersichtlich. Es war üblich, dass auf den Burgen, nicht nur Ritter zum Schutze derer, sondern auch Hofnarren zur öffentlichen Erheiterung ansässig waren. Sie waren die einzigen, denen keine schwere Strafe drohte, wenn sie auf Kosten der Burgherren und natürlich der Bevölkerung ihre Späße trieben.

Zur Wahrung und Pflege des heimatlichen Brauchtums wurde der Masken-und Brauchtumsgruppe der Name „Schenderklenga-Narr“ gegeben.

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Schenderwald-Goischt
Aufgrund einer Sage ist im Schinderwald (Schwäbisch: Schenderwald) auf der Schinderklinge unter einer ehemaligen Burg ein Schatz versteckt. Dieser wurde von einem Burgherrn seinen Untergebenen beim Kartenspiel durch Betrug mittels Spiegel abgenommen. Er häufte dadurch ein großes Vermögen an und vergrub es unter seinem Burggewölbe. Als die Burg zerfiel, versuchte man den Schatz zu bergen. Es stellte sich heraus, dass zur Hebung des Schatzes eine Jungfrau benötigt wurde, die der Schatzsuche beiwohnen musste. Bei der Schatzsuche durfte kein Wort gesprochen werden. Man munkelte, der ehemalige Burgherr würde als Geist dort spuken.
Einmal gelang es ein paar Unerschrockenen das Gewölbe zu finden und sie entdeckten zu ihrem Erstaunen eine Wiedergabe des früheren Burgsaals, in dem der Burgherr seinen üblen Betrügereien nachging. Alles erschien, wie eben erst verlassen. Sogar der Spiegel hing noch an der Wand. Bevor jedoch weiter nach dem Schatz gesucht werden konnte, entschlüpfte der Jungfrau ein leises Niesen und ein fürchterlicher Spuk begann. Als man die Schatzsucher später im Wald fand, waren sie leblos und konnten kein Wort mehr sprechen. Nach Ablauf einer Woche waren alle tot. Die Legende sagt, Geister, die den Schatz bewachten, wären im Burgsaal erschienen und hätten die Unglückseligen zu Tode erschreckt. Der Schatz wurde nie gefunden und gehoben. Alle Bürger, die dies je versucht hatten, wären am Schrecken gestorben und müssten nun ebenfalls den Schatz bewachen.

In Anlehnung an diese Legende und Zur Wahrung und Pflege des heimatlichen Brauchtums entstand der Schenderwald-Goischt.

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Bira-Richtr
Neben dem eigentlichen Dorfgericht gab es sowohl in Renningen als auch in Malmsheim ein weiteres dörfliches Gericht, das so genannte Büren-oder Birengericht. Seiner Zuständigkeit nach war es ein reines Flurgericht, der Stellung nach ein herrschaftsunabhängiges Gemeinde-oder Bauerngericht. Es tagte nur im Sommer vom 25. Juli bis 29. September, in dieser Zeit aber jeden Sonntag nach dem Gottesdienst. Jährlich an Jacobi (25. Juli) wählten die Bauern einen „Bürenschultheiss“ oder „Birarichtr“, der geloben musste die Rechte und Gebräuche des Ortes zu wahren. Aufgabe des Bürenschultheisses und wohl des ganzen Gerichts war es, die Weidennutzung auf den abgeernteten Feldern und den abgeheuten Wiesen zu regeln und das auf den Feldern gereifte Wild Obst zu verteilen. Der Name wird in der Forschung von Birnen abgeleitet, weil die Ernte der Wildobstbäume zur Zuständigkeit gehörte.

Zur Wahrung und Pflege des heimatlichen Brauchtums wurde der Einzelfigur der 1. Narrenzunft Renningen der Name „Bira-Richtr“ gegeben.

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Anschrift

Postfach 1322
71272 Renningen